Sonnenblumen-Dinkelbrot
Sauerteigbrot mit Dinkelmehl, gerösteten Sonnenblumenkernen und Brotgewürz
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Zutaten
1. Saaten
| Sonnenblumenkerne, geröstet | 70 g |
| + zum Bestreuen | 20 g |
| Leinsamen | 30 g |
| + Wasser (Kerne+Leinsamen-Quellstück) | 130 g |
2. Anstellgut
| Anstellgut (Ausgang) | 20 g |
| Wasser (zum Füttern) | 40 g |
| Mehl (zum Füttern) | 40 g |
ergibt ca. 100 g aktives Anstellgut.
3. Hauptteig
| Aktives Anstellgut | 100 g |
| Dinkelmehl (Type 630) | 450 g |
| Weizenmehl (Type 1050) | 50 g |
| Wasser, lauwarm | 340 g |
| + Wasser (Bassinage) | 20 g |
| Salz (Meersalz) | 10 g |
| Honig (optional) | 1 TL |
Hydration (Hauptteig): ca. 74 %.
4. Gewürze
| Kümmel, ganz | 1 TL |
| Koriandersamen, angestossen | 1 TL |
| Fenchelsamen | 1/2 TL |
| Anis | 1/2 TL |
Weizenmehl Type 1050 ersetzt das (in DE nicht erhältliche) Schweizer Ruchmehl – ähnliche Ausmahlung. Ohne Type 1050: 500 g Dinkelmehl, Wasser um 10–15 g reduzieren. Saaten und Gewürze werden zusammen als Quellstück bzw. trocken beim 2./3. Dehnen-&-Falten-Satz eingearbeitet – der Teig fühlt sich weicher an, als die reine Hydration vermuten lässt.
Zeitplan
Tag 1 früh: ASG füttern, Kerne rösten & zusammen mit Leinsamen einweichen.
Tag 1 Vormittag–Nachmittag: Autolyse, Hauptteig, Stockgare.
Tag 1 abends: formen, in den Kühlschrank.
Tag 2: direkt aus dem Kühlschrank backen.
Zubereitung
Zeitstrahl ab Start des Anstellgut-Fütterns (t = 0:00, Std.:Min.). Richtwerte – Reifezeiten hängen von Raumtemperatur und Anstellgut-Aktivität ab.
- 10:00Start
Anstellgut füttern: 20 g Anstellgut + 40 g Wasser + 40 g Mehl auffrischen, bei Raumtemperatur reifen lassen, bis verdoppelt und blasig (ca. 4–6 Std.).
- 20:05+0:05
Saaten-Quellstück: Sonnenblumenkerne in trockener Pfanne goldbraun und duftend rösten, kurz abkühlen lassen. Mit dem Leinsamen und den 130 g Wasser mischen, abgedeckt mind. 2 Std. (besser über Nacht) quellen lassen – so bleibt das Röstaroma erhalten und die Saaten binden trotzdem viel Wasser.
- 35:00+4:55
Autolyse (30–60 Min. vorher): Dinkelmehl und Weizenmehl Type 1050 mit 340 g Wasser grob vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Zugedeckt ruhen lassen.
- 45:45+0:45
Hauptteig: Anstellgut und Honig einarbeiten (sanftes Dehnen & Falten, Dinkel verträgt kein starkes Kneten). Teig 10–15 Min. ruhen lassen, danach Salz und die restlichen 20 g Wasser (Bassinage) einarbeiten.
- 56:00+0:15
Stockgare (ca. 3–4 Std. bei 22–24 °C): alle 30 Min. ein Satz Dehnen & Falten (3–4×). Beim 2./3. Satz das Saaten-Quellstück zusammen mit der Gewürzmischung (Kümmel, Koriander, Fenchel, Anis) gleichmässig einarbeiten. Teig sollte im weiteren Verlauf sichtbar aufgehen und Blasen zeigen.
- 69:30+3:30
Formen: 20 Min. rund vorformen und ruhen lassen, dann straff formen. Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen (20–22 cm) legen, Oberfläche befeuchten und mit den restlichen Kernen bestreuen.
- 79:50+0:20
Stückgare über Nacht: abgedeckt für 10–14 Std. in den Kühlschrank (4–5 °C) stellen.
- 821:50+12:00
Ofen vorheizen: Le-Creuset-Topf mit Deckel mind. 45 Min. auf 240 °C vorheizen. Teig kalt aus dem Kühlschrank auf Backpapier stürzen und großzügig einschneiden.
- 922:35+0:45
Backen: mit Deckel 20 Min. bei 230 °C, dann ohne Deckel 25–30 Min. bei 210 °C, bis die Kruste tief goldbraun ist und das Brot hohl klingt (Kerntemperatur ca. 96–98 °C).
- 1023:20+0:45
Auskühlen: mind. 1–2 Std. auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen, bevor es angeschnitten wird.
Tipps
- Dinkel hat ein empfindlicheres Klebergerüst als Weizen: nicht zu lange oder kräftig kneten, dafür mehr Ruhezeit und sanftes Dehnen & Falten geben.
- Für kräftigeren Sonnenblumen-Geschmack: Kerne vor dem Rösten 15 Minuten in Salzwasser einweichen und gut abtropfen lassen.
- Ohne Weizenmehl Type 1050 geht es auch mit 100 % Dinkelmehl – dann Wassermenge etwas reduzieren.
- Falls der Topf keine 3 L fasst: Teigmenge proportional anpassen, damit das Brot beim Aufgehen genug Platz hat.
- Sonnenblumenkerne und Leinsamen möglichst frisch (nicht zu lange gelagert) verwenden – ranzige Kerne bzw. Leinsamen schmecken bitter.
- Für mehr Aroma die Gewürzmischung vor dem Einarbeiten kurz in der trockenen Pfanne anrösten und grob im Mörser anstossen statt ganz zu verwenden.